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Studie: Fortschritt kostet unterm Strich keine Arbeitsplätze

Wenn Arbeitsplätze durch fortschrittlichere Methoden wegfallen, dann gleicht sich das durch neuartige Stellen aus - das galt für die Automatisierung in den 70er Jahren ebenso wie aktuell für die digitale Transformation, meint zumindest das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg.

Der deutsche Arbeitsmarkt konnte den Strukturwandel seit den 70er Jahren letztlich ausgleichen; auf längere Sicht betrachtet entstanden etwa in dem Maß, wie Arbeitsplätze abgebaut wurden, auch neue. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Technischer Fortschritt habe in Deutschland bislang nicht zu weniger Arbeit geführt, sondern zu einer Umschichtung von Arbeitsplätzen und Arbeitskräften, schreiben die IAB-Forscher.

Für Hochqualifizierte seien sogar mehr Arbeitsplätze hinzugekommen als verschwunden. Für Geringqualifizierte sind den Forschern zufolge dagegen weniger Stellen entstanden als abgebaut wurden. Die technologische Entwicklung war also verbunden mit einer qualitativen Veränderung des Bedarfs an Arbeitskräften: Die Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften ist gestiegen, die Nachfrage nach Geringqualifizierten hat abgenommen.

Qualifizierung ist Voraussetzung

Durch die Computerisierung in den vergangenen 20 Jahren ist der Anteil der Arbeitsplätze, die verloren gingen, nicht angestiegen. Seit 2005 sei er sogar zurückgegangen, so die Forscher. Bezogen auf die aktuelle Digitalisierungsdebatte erwarten sie daher auch kein sinkendes Beschäftigungsniveau.

Allerdings stünde die Wirtschaft vor großen Umbrüchen: Dass die neu entstehenden Arbeitsplätze oft ein anderes Anforderungsniveau aufweisen als die weggefallenen, führe zu einem bestimmten Maß an Mismatch-Arbeitslosigkeit. Qualifizierung sowie professionelle Beratung und Vermittlung seien deshalb von zentraler Bedeutung, damit die Beschäftigten mit den Herausforderungen der Digitalisierung schritthalten können.

(IAB / STB Web)

Artikel vom: 17.07.2019

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